Luzerne - Medicago sativa (x varia) -

Die Königin der Futterpflanzen brilliert mit bestem Grün- und Trockenmasseertrag und bester Futterqualität.

Durch den enorm hohen Eiweißgehalt von 20 % eignet sich Luzerne hervorragend für den eiweißbetonten Futterbau. Als Tiefwurzler verfügt Luzerne über eine hervorragende Vorfruchtwirkung und liefert als Leguminose kostenlosen Stickstoff für die Folgefrucht. Luzerne ist auch als
Pionierpflanze für die Rekultivierung von Kippenflächen bestens geeignet.
Kalkhaltige, tiefgründige Böden werden von Luzerne bevorzugt.
Der optimale Erntezeitpunkt liegt zwischen dem Blüh- und Knospenstadium.
Zur Verbesserung der Ausdauer soll der Bestand einmal in der Vegetationsperiode in der Vollblüte stehen, um genügend Reservestoffe in die Wurzeln einlagern zu können.
Die ausdauernden und winterharten Sorten unseres Programms werden 3 Jahre genutzt.

Luzerne – Ihre Eiweißproduktion auf dem eigenen Acker

Medicago sativa (x varia)

Die Königin der Futterpflanzen zeichnet sich besonders durch ihren enorm hohen Eiweißgehalt aus.
Daher eignet sie sich hervorragend, um das Protein im Grundfutter zu erhöhen.
Luzerne bietet eine sehr gute Futterqualität bei besten Grün- und Trockenmasseerträgen.

Proteinertrag pro ha im Vergleich

 

 

 

Soja

bis zu 1,2 to. Rohprotein

 

Luzerne

bis zu 2,5 to. Rohprotein

Warum Luzerne? - Nutzen Sie die Vorteile

Futterbauliche Vorteile

  • Hoher Proteinanteil im Grundfutter (bis zu 2,5 to Rohprotein pro Hektar; das entspricht umgerechnet ca. 2.000 EUR Proteinkosten aus Sojaschrot)
  • Gesteigerte Futteraufnahme durch hohe Schmackhaftigkeit
  • Hohe Verdaulichkeit
  • Effektive Futterverwertung

 

 

Effekt

  • Sie sparen Kraftfutter ein
  • Grundfutteraufnahme der Herde steigt
  • Gesundheit Ihrer Tiere verbessert sich

Ackerbauliche Vorteile

  • Auflockerung der Fruchtfolge
  • Stickstofffixierung durch Rhizobien
  • Erhöhung des Humusgehalts des Bodens
  • Intensive Durchwurzelung und Bodengare

 

 

Effekt

  • Sie brauchen weniger Dünger
  • Die Bodengesundheit verbessert sich
  • Unkräuter werden unterdrückt
  • nachhaltige Wirkung der positiven Effekte bis ins 3. Jahr nach Umbruch
    -> der nachfolgende Winterweizen wird es Ihnen danken

Unsere Empfehlung

Produkte

Änderung Greening

Die Erfüllung der Greeningauflagen ist jetzt auch durch Leguminosen-Gras-Gemenge und nicht ausschließlich mit Reinsaaten möglich!
Gleichzeitig wird ab 2018 der Faktor zur Anrechnung auf die Ökologische Vorrangfläche von 0,7 auf 1,0 erhöht.

Nutzen Sie: PG FU 8 PLATO-Luzerne-Grasmix
Artikelnummer: 40458

Bestellen Sie hier:

Mail: verkauf@freudenberger.net 
Tel.: +49 2151-44170

Änderung der Düngeverordnung

Durch die neue Düngeverordnung kommt es zu hohen Einschränkungen bei der Düngung. Der Düngebedarf der Pflanzen kann zu einem wesentlichen Teil durch die Stickstofffixierung mit Leguminosen gedeckt werden.
Link zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Tipps für den Anbau

Lernen Sie vom erfahrenen Landwirt: Die Ernte von Luzerne ist ein Kinderspiel – auch für Sie!

Beachten Sie einige wertvolle Hinweise aus der langjährigen Praxis

  • Silage: Bauen Sie Luzerne im Gemenge mit Gräsern an, dann gelingt die Silage problemlos. (Aufgrund des geringen Kohlenhydratgehalts kann es bei Reinsaaten zu erschwerten Silagebedingungen kommen - hier können Silierzusätze Abhilfeschaffen.)
  • Reduzieren Sie Arbeitsgänge auf ein Minimum, um den Eiweißertrag der Blattmasse zu sichern.

Luzerne – auch als Mantelsaat®

Luzerne ist auch als Mantelsaat® mit knöllchenbildenden Bakterien (Rhizobien) geimpft verfügbar.

Luzerne Mantelsaat®

  • sichtbar höhere Erträge bei geimpfter Luzerne
  • saatfertiges Produkt mit Rhizobien
  • lange lager- & lebensfähig (über 12 Monate)

Bei Erstanbau

Impfung der Luzerne mit Rhizobien ist immer erforderlich, wenn Sie Luzerne erstmalig anbauen.

Das fertige Produkt
Nutzen Sie die Luzerne Mantelsaat® als fertiges Produkt oder impfen Sie selber mit dem flüssigen Impfmittel RhizoFix®.

Fragen zur Luzerne oder Impfung?
Lassen Sie sich beraten.

Timo Blecher
Fachberater Saatgutimpfung
Mobil: 0172-59 29 352

Im Portrait

Luzerne - medicago sativa

Andere Namen: Saat-Luzerne, Alfalfa, Schneckenklee, Ewiger Klee

Familie: Hülsenfrüchtler
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler
Gattung: Schneckenklee
Art: Rainfarn-Phazelie

Tausendkorngewicht: ca. 2 g
Wuchshöhe: ca. 100 cm
Aussaatstärke: 25-30 kg/ha
Chromosomenzahl: 2n = 32

Herkunft & Geschichte
Die Luzerne wurde schon vor über 2000 Jahren in Persien als Futterpflanze genutzt und gelangte ca. 500 v. Chr. nach Griechenland.
Von dort aus verbreitete sie sich in Richtung Südeuropa, sodass sie ca. 150 v. Chr. nach Italien kam.
In Italien wurde die Luzerne hauptsächlich für die Fütterung von Schafen genutzt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts n. Chr. brachten die spanischen Kolonialherren die Luzerne nach Amerika, primär nach Mexiko und Peru.
Die Verbreitung in Deutschland begann Ende des 17. Jahrhunderts in Württemberg, in weiter nördlich gelegenen Gebieten wird sie erst seit rund 200 Jahren kultiviert.
Im 19. Jahrhundert wurde die Luzerne in Australien und Neuseeland eingeführt. Dort lieferten die Pflanzen allerdings nahezu keinen Samenertrag, da die passenden Bestäuber fehlten. Um zukünftig die Bestäubung sicherzustellen, wurden Ende des 19. Jahrhunderts mehrere europäische Hummelarten angesiedelt.
2005 wurde in den USA die erste gentechnisch veränderte (gv) Luzerne (engl. Alfalfa) als Futtermittel zugelassen.
Ein amerikanischer Agrarkonzern hat eine Luzerne entwickelt, welche resistent gegen das Breitbandherbizid Glyphosat ist. Im ersten Anbaujahr 2006 wurde diese Luzerne in den USA auf einer Fläche von rund 80.000 bis 100.000 Hektar angebaut.
Nach verschiedenen gerichtlichen Auseinandersetzungen und daraufhin folgenden Anbaubeschränkungen wurde der Anbau 2011 uneingeschränkt freigegeben. Seitdem hat die Anbaufläche wieder stark zugenommen. In Europa wurden zwar ein paar Versuche mit gentechnisch veränderter Luzerne durchgeführt, ein kommerzieller Anbau findet allerdings zurzeit nicht statt und wird auch zukünftig nicht erwartet.

Nutzung & Ertrag
Heute ist die Luzerne auf allen Kontinenten (außer der Antarktis) verbreitet und spielt eine wichtige Rolle bei der Futter- und Proteinversorgung von Nutzvieh.
Für Nutzinsekten, wie beispielsweise Hummeln und Bienen, dient die Luzerne als gute Trachtpflanze, sodass auf Luzernefeldern sehr häufig viele Insekten anzutreffen sind. Luzerne wird meist als Silage, Grünmehl für Pellets oder als Heu geerntet, in manchen Fällen wird sie auch beweidet. Sie erreicht ein Alter von bis zu 12 Jahren, abhängig von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise Boden und Klima.
In Deutschland wird sie meist 2-3 Jahre genutzt, in anderen Klimazonen länger. In den meisten Klimazonen wird Luzerne 3 oder 4 Mal pro Jahr geschnitten. Der Ertrag kann bis zu 150 dt Trockenmasse pro Hektar und Jahr betragen, es gibt allerdings regional sehr große Schwankungen.
Der Ertrag ist auch abhängig vom Wetter und Stadium der Reife, wenn sie geschnitten wird. Um mehrere Jahre nutzbar zu bleiben, sollte die Pflanze einmal pro Jahr zur Blüte gelangen.

In den letzten Jahren gibt es immer mehr Fürsprecher der Luzerne, die in ihr bei der Proteinversorgung von Nutzvieh eine sinnvolle Alternative zum Importsoja sehen. Im Vergleich zur Sojabohne kann die Luzerne mit einem Proteinertrag von bis zu 25 dt pro Hektar und Jahr doppelt so viel Protein erzeugen wie die Sojabohne, deren Proteinertrag pro Hektar und Jahr bei ca. 12 dt liegt.

Anbau & Vorteile
Wie andere Leguminosen (Hülsenfrüchtler) besitzt die Luzerne die Fähigkeit, mit Hilfe von symbiotischen Knöllchenbakterien (Rhizobien) den Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und für die Pflanze verfügbar zu machen. Dadurch ist die Luzerne in der Lage, unabhängig vom vorhandenen Stickstoff im Boden, Protein zu bilden.

Wenn die Luzerne als Haupttracht dient, erzeugen Bienen köstlichen Luzernehonig

Erkennbar ist eine aktive Symbiose an den rötlichen Knöllchen an den Wurzeln. Eine effektive Starthilfe für diese Symbiose ist die Impfung von Luzerne-Saatgut, z. B. mit dem Impfmittel RhizoFix® RF-50.

Für andere Kulturen ist Luzerne eine ideale Vorfrucht, denn die symbiotische N-Fixierung baut den Gehalt an pflanzenverfügbaren Stickstoff im Boden auf und die Wurzelrückstände reichern ihn mit organischer Substanz an.
Die ausgeprägte Pfahlwurzel der Luzerne erhöht den Anteil an Poren in der Rhizosphäre.
Die Wurzeln der Folgefrucht können in die hinterlassenen Wurzelgänge leichter hineinwachsen und ein ausgeprägteres Wurzelsystem bilden.
Luzerne ist in der Fruchtfolge mit sich selbst und zu anderen Leguminosen unverträglich. Anbaupausen von mindestens 5 Jahren sollten eingehalten werden, um die Ausbreitung von bodenbürtigen Pilzkrankheiten, wie Kleekrebs oder den Fusarium-Wurzelfäulekomplex, zu unterdrücken.
Luzerne wird meistens als Monokultur, aber auch als Mischung mit Gräsern, dem sogenannten Luzernegras, angebaut. Gerade im ökologischen Landbau sind diese Mischungen sehr beliebt und tragen zur Stickstoffversorgung und Verbesserung der Bodenstruktur bei.

Luzerne-Grünmehl-Pellets kommen auch in der Pferdefütterung zum Einsatz

Neben ihrer Verwendung als Futtermittel wird die Luzerne auch als Heilpflanze und Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Ihr wird eine positive Wirkung bei verschiedenen Erkrankungen, wie z. B. Bluthochdruck, Pilzinfektionen und Verdauungsproblemen, nachgesagt. Die Wirkung der Luzerne als Heilmittel ist jedoch umstritten.

Inhaltsstoffe der Luzerne-Frischmasse

100 g frisches Blattgut enthalten:

Wasser: 79,5 g
Kohlenhydrate: 12,2 g
Eiweiß: 6,9 g
Fett: 0,13 g
Kalium: 137,0 mg
Calcium: 16,6 mg
Natrium: 1,2 mg
Eisen: 0,34 mg
Carotin: 28,1 mg