Feldsaaten Freudenberger
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PotatoEurope 2026 - so war's

Header für die News zur PotatoEurope 2026 mit dem Logo der Veranstaltung und mit dem Text: 9.-10. September, Rittergut Gesthof1, Springe bei Hannover; besuchen Sie unst! Freigelände Gras, Stand GB 120

PotatoEurope Rückblick

PotatoEurope 2026: Unser Rückblick auf zwei intensive Messetage rund um die Kartoffel

Die PotatoEurope ist der Treffpunkt der europäischen Kartoffelbranche, und auch in diesem Jahr war Feldsaaten Freudenberger mit dabei. Wir blicken zurück auf gute Gespräche, spannende Fragen aus der Praxis und ein Thema, das die Kartoffelanbauer mehr denn je beschäftigt: eine gesunde Fruchtfolge.

Am 9. September öffnete die PotatoEurope 2026 in Springe ihre Tore. Auf den Demonstrationsflächen und an den Ständen kamen Landwirte, Berater, Händler und Verarbeiter aus ganz Europa zusammen, um sich über Technik, Sorten, Pflanzenschutz und Anbausysteme auszutauschen. 

Die Kartoffel beginnt vor der Kartoffel

Ein Gedanke zog sich durch viele unserer Gespräche: Der Erfolg eines Kartoffelbestands wird bereits in den Jahren davor gelegt. Enge Fruchtfolgen, zunehmender Krankheits- und Schaderregerdruck sowie immer häufigere Trockenphasen stellen die Betriebe vor große Herausforderungen. Gleichzeitig stehen chemische Lösungen nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Umso wichtiger wird die gezielte Gestaltung der Fruchtfolge, und hier spielen Zwischenfrüchte eine Schlüsselrolle.

An unserem Stand haben wir gezeigt, wie Sie mit der passenden Zwischenfrucht mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen können. Dazu zählen die Förderung einer stabilen Bodenstruktur, die für eine gleichmäßige Dammformung und eine gute Knollenausbildung entscheidend ist, die Konservierung von Stickstoff über den Winter sowie die Unterstützung des Bodenlebens.

Nematoden und bodenbürtige Krankheiten im Fokus

Besonders häufig wurden wir nach dem Umgang mit Nematoden gefragt. Freilebende Nematoden wie Pratylenchus- und Trichodorus-Arten können nicht nur direkte Schäden verursachen, Trichodoriden übertragen zudem das Tabak-Rattle-Virus, den Erreger der Eisenfleckigkeit. Das Entscheidende dabei: Nicht jede Zwischenfrucht ist für Kartoffelfruchtfolgen gleichermaßen geeignet. Arten und sogar Sorten unterscheiden sich deutlich in ihrer Wirtseignung. Eine ungünstig gewählte Zwischenfrucht kann die Nematodenpopulation sogar erhöhen.

Wir haben deshalb ausführlich über Kulturen gesprochen, die sich in der Praxis bewährt haben, etwa Rauhafer oder Tagetes mit Blick auf Pratylenchus sowie Kreuzblütler mit Biofumigationseffekt im Hinblick auf bodenbürtige Krankheiten wie Rhizoctonia. Gleichzeitig haben wir darauf hingewiesen, dass Kreuzblütler in Fruchtfolgen mit Raps oder bei Kohlhernie-Befall kritisch zu prüfen sind. Unsere Empfehlung lautet daher immer: Kennen Sie Ihren Schaderreger. Eine Bodenuntersuchung auf Nematoden schafft die Grundlage für die richtige Artenwahl.

Wasser halten, Boden schützen

Die Trockenjahre der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, wie empfindlich die Kartoffel auf Wassermangel reagiert. Zwischenfrüchte mit tiefreichender und intensiver Durchwurzelung verbessern die Porenstruktur und damit die Infiltration und Speicherung von Niederschlägen. Eine gut entwickelte Bodenbedeckung schützt zudem vor Erosion, ein Punkt, der auf den oft leichten und häufig bearbeiteten Kartoffelstandorten nicht zu unterschätzen ist.

Austausch, der uns weiterbringt

Was uns an der PotatoEurope besonders gefällt, ist die Nähe zur Praxis. Die Fragen und Erfahrungen, die Sie uns mitgeben, fließen direkt in unsere Beratung und in die Weiterentwicklung unserer Mischungen ein. Ein herzliches Dankeschön an alle Besucherinnen und Besucher, an die Kolleginnen und Kollegen aus Handel und Beratung sowie an die Landwirtschaftskammern und Berufsschulen, die mit ihren Klassen den Weg zu uns gefunden haben

Sprechen Sie uns an

Sie planen bereits Ihre Zwischenfrucht für die kommende Kartoffelfruchtfolge oder möchten wissen, welche Mischung zu Ihrem Standort und Ihrem Schaderregerdruck passt? Unser Beratungsteam unterstützt Sie gern persönlich.