Blühmischungen

Feldrittersporn - Blume des Jahres 2026

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Ein blauer Blickfang

Der Feldrittersporn (Consolida regalis), auch Ackerrittersporn genannt, wurde von der Loki-Schmidt-Stiftung zur Blume des Jahres 2026 gewählt. Die einjährige, krautige Pflanze gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und zählt zu den charakteristischen Ackerwildkräutern Europas. Ihren Namen verdankt sie dem langen, nach hinten gerichteten Sporn an der Blüte, der an den Sporn eines Ritterstiefels erinnert.

Der Feldrittersporn bildet einen 20 bis 40 cm hohen, filigranen und stark verzweigten Stängel mit fein zerschlitzten, fast fadenförmigen Blättern. Von Mai bis September zeigt er seine leuchtend blau-violetten Blüten, die locker in kleinen Trauben an den Triebenden sitzen. Wie viele Hahnenfußgewächse ist die Pflanze in allen Teilen giftig.

Nur für lange Rüssel

Der Nektar sitzt tief im Blütensporn. Erreichen können ihn vor allem langrüsselige Hummeln, die damit zu den wichtigsten Bestäubern des Feldrittersporns zählen. Doch auch andere Insekten wissen sich zu helfen: Kurzrüsselige Hummeln beißen den Sporn von außen an und gelangen so an den Nektar, ohne die Blüte dabei zu bestäuben. Daneben besuchen auch Wildbienen und Schmetterlinge die Blüten.

Der Feldrittersporn vermehrt sich über Samen. Nach der Blüte entwickeln sich schotenähnliche Früchte, in denen die Samen heranreifen. Nach ihrer Reife gelangen die Samen auf den Boden. Dort können sie bereits im Herbst keimen und als junge Pflanzen überwintern. Damit ist der Lebenszyklus des Feldrittersporns gut an den Anbau von Wintergetreide angepasst.

Ein Kind des Ackers

Der Feldrittersporn ist eng an die Landwirtschaft gebunden. Er wächst auf sonnigen Getreideäckern, an Ackerrändern und auf Brachen und bevorzugt kalkhaltige, lockere Böden. Für seine Keimung benötigt er offene, konkurrenzarme Bodenstellen, wie sie durch die Bodenbearbeitung in Äckern entstehen können. Früher wuchs er häufig zusammen mit Kornblume und Klatschmohn und färbte so manches Getreidefeld bunt.

Vom Ackerbegleiter zur Rarität

Einst war der Feldrittersporn in vielen Regionen Deutschlands weit verbreitet. Heute ist er deutlich seltener geworden und in vielen Gegenden nur noch an wenigen Standorten regelmäßig anzutreffen. Zu den Ursachen zählen unter anderem die intensivere Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, der Einsatz von Herbiziden, die verbesserte Saatgutreinigung sowie der Verlust naturnaher Ackerränder.

Auch viele seiner typischen Begleitarten sind selten geworden und teilweise in den Roten Listen gefährdeter Pflanzen verzeichnet. Der Rückgang dieser artenreichen Ackerflora zeigt, wie stark sich die Lebensbedingungen für Wildpflanzen in der modernen Agrarlandschaft verändert haben.

Um auf den Rückgang der Artenvielfalt in unseren Agrarlandschaften aufmerksam zu machen, wurde der Feldrittersporn zur Blume des Jahres 2026 gewählt.