Greening & Gründüngung mit krautigen Mischungen

Seit einigen Jahren bietet Feldsaaten Freudenberger eine Vielzahl von Mischungen zum Anbau von Zwischenfrüchten an.
Durch die ab 2015 erforderlichen Greeningmaßnahmen kommt diesen Mischungen eine ganz besonders wichtige Rolle zu.
Der Anbau von Zwischenfruchtmischungen kann als ökologische Vorrangfläche gewertet werden, wenn bestimmte Vorgaben bei der Zusammensetzung der Mischungen erfüllt sind.

Auf den nächsten Seiten sind alle Terra-Gold-Mischungen gekennzeichnet, die für den Zwischenfruchtanbau zur Erfüllung des Greenings geeignet sind.

Die blühfreudigen Mischungen dienen jedoch nicht nur zur Erfüllung der Greeningauflagen, sondern fördern auch den Insektenreichtum und verschönern zudem nachhaltig die Feldflure. Zu den Vorteilen zählt auch die biologische Bekämpfung von Bodenschädlingen, die im Zwischenfruchtanbau erfolgreich gegen Nematoden (Rüben- und gallenbildende Nematoden) durchgeführt wird. Darüber hinaus können andere Schädlinge, wie bodenbürtige Pilze, mit Hilfe der Biofumigation erfasst werden. Neben diesen zu erzielenden Effekten wird dem Boden noch viel organische Masse zugeführt. Das wirkt sich positiv auf die Humusbilanz aus. Durch einen erhöhten Humusgehalt kann Erosion gemindert und die Wasserspeicherkapazität des Bodens erhöht werden.

Die nachfolgend aufgeführten TERRA GOLD Mischungen
sind für individuelle Fruchtfolgen erstellt und erfüllen mehrere Funktionen:

  • fruchtfolgeneutral
  • Bodenaufschluss mit tiefwurzelnden Pflanzen
  • Verbesserung des Porenvolumens im Boden
  • Steigerung der Regenwurmaktivität
  • Humusaufbau
  • Verbesserung der Tragfähigkeit des Bodens
  • Stickstoffbindung in Wasserschutzgebieten
  • biologische Nematodenbekämpfung
  • Grundwasserschutz
  • Krankheits- und Schädlingsdruck senken
  • greeningfähig

Was ist Biofumigation?

Unter Biofumigation versteht man das Einbringen von frischem, grünem und intensiv zerkleinertem Pflanzenmaterial in den Boden.

Die in den Pflanzenzellen enthaltenen Glukosinolate werden nach der Zerkleinerung in Isothiocyanat (ITC) umgewandelt. Das gasförmige ITC entfaltet im Boden eine natürliche, toxische Wirkung und ist dem aktiven Wirkstoff des Bodenentseuchungsmittels Metham-Natrium (Carbathion) gleichzusetzen. Besonders im Gemüseanbau – sowohl im Freiland als auch unter Glas – und in anderen Spezialkulturen kann mit der Biofumigation eine Vielzahl von Bodenschädlingen bekämpft werden.

Die nachfolgend aufgeführten bodenbürtigen Pilze konnten in Exaktversuchen sicher mit der Biofumigation bekämpft werden:

  • Gaeumannomyces; alle Getreidearten befallend
  • Rhizoctonia
  • Fusarium
  • Bipolaris (Helminthosporium)
  • Pythium Wegen der natürlichen Wirkungsweise des Verfahrens ist es für den ökologischen Landbau äußerst interessant.

Anwendung:

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Der optimale Einarbeitungszeitpunkt ist erreicht, wenn 30 Prozent der Pflanzen blühen. Der Aufwuchs muss mit einem Häcksler zerkleinert werden. Das Häckselgut ist sofort mit einer Fräse (Umkehrfräse) oder Scheibenegge in den Boden einzuarbeiten. Um ein Verflüchtigen der Gase (Isothiocyanate) zu vermeiden, muss die Einarbeitung innerhalb der nächsten 20 Minuten nach dem Häckseln erfolgen. Eine zusätzliche Rückverfestigung mit einer Walze ist ratsam. Damit die Nematoden ausreichend aktiv sind, muss eine gute Bodenfeuchte vorhanden sein. Wir empfehlen eine Beregnung von 10 mm sofort nach der Einarbeitung der Grünmasse. In Feldversuchen wurde festgestellt, dass man mit der Biofumigation mit Kreuzblütlern unter anderem den Verticilium, Sklerotinia und Silberschorf gut bekämpfen kann.

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