Innovation Mantelsaat®

Von der Natur gegeben und ein bisschen mehr!

Saatgutimpfung & Ummantelung von Leguminosen

Luzerne, die Königin der Futterpflanzen brilliert mit bestem Grün- und Trockenmasseertrag und bester Futterqualität. Durch den enorm hohen Eiweißgehalt von 20 % eignet Luzerne sich hervorragend für den eiweißbetonten Futterbau. Als Tiefwurzler verfügt Luzerne über eine hervorragende Vorfruchtwirkung und liefert als Leguminose kostenlosen Stickstoff für die Folgefrucht. Luzerne ist auch als Pionierpflanze für die Rekultivierung von Kippenflächen bestens geeignet. Kalkhaltige, tiefgründige Böden werden von Luzerne bevorzugt. Der optimale Erntezeitpunkt liegt zwischen dem Blüh- und Knospenstadium. Zur Verbesserung der Ausdauer soll der Bestand einmal in der Vegetationsperiode in der Vollblüte stehen, um genügend Reservestoffe in die Wurzeln einzulagern.Die ausdauernden und winterharten Sorten unseres Programmes werden 3 Jahre genutzt.

Als Neuheit: auch als Mantelsaat mit Knöllchenbakterien geimpft.

Luzerne Saatgut mit Rhizobienbakterien im Schutzmantel – ein saatfertiges Produkt

Innovative Saatgut-Technologie spart bis zu 160 kg mineralischen Stickstoff /ha

1) Äußerer technischer Schutzmantel: 

  • Schutz der Bakterien vor UV-Strahlung
  • Schutz des Saatkorns vor mechanischem Abrieb

2) Innerer steriler Schutzmantel:

  • Schutz der Bakterien vor hohen Temperaturen
  • Erhaltung der Lebensfähigkeit der Bakterien bis zu einem Jahr durch sterile Schutzschicht

3) Saatkorn: 

  • Geimpft mit Rhizobien zur späteren Knöllchenbildung und Stickstoff-Aufnahme
Sichtbare Knöllchenbildung einer geimpften und ummantelten Luzerne 3 Monate nach der Aussaat.

Wie aber kommt der Stickstoff in den Boden?

Die Luzerne ist nur mit Hilfe der Knöllchenbakterien in der Lage, Bodenluftstickstoff in pflanzennutzbaren Stickstoff umzubauen. Die Bakterien stehen dabei mit der Luzerne in einer Symbiose. Sobald die Luzerne nach der Keimung erste Wurzelhaare gebildet hat, kommt es zu Ausscheidungen von Lockstoffen aus diesen in den Boden, die Bakterien dringen in die Wurzelhaare ein und es werden die ersten Knöllchen ausgebildet. Dort erhalten die Bakterien von der Luzerne gebildete Nährstoffe und im Gegenzug nehmen die Bakterien den Bodenluftstickstoff auf und bauen ihn zu Nitrat oder Ammonium um, was dann der Pflanze zur Verfügung gestellt wird. Je näher sich die Knöllchenbakterien an den gebildeten Haarwurzeln befinden, desto schneller werden die Knöllchen ausgebildet. Kommt es im Zuge der Fruchtfolge zu den erforderlichen Anbaupausen, nimmt im Laufe der Zeit die Population der Bakterien im Boden aber stark ab. Soll im Anschluß Luzerne angebaut werden, muß der Boden wieder mit Bakterien angereichert werden. Auch bei erstmaligem Anbau von Luzerne auf einer Ackerfläche ist die Versorgung mit Knöllchenbakterien erforderlich.

Das mit Knöllchenbakterien geimpfte und ummantelte Luzernesaatgut ist vom Luft- und Bodenluftstickstoff umgeben.
Die Knöllchenbakterien treten aus dem sich auflösenden Mantel in den wurzelnahen Raum aus. 
Die Knöllchenbakterien besiedeln die feinen Wurzelhaare und Knöllchen bilden sich aus.
In den gebildeten Knöllchen wird der Stickstoff pflanzennutzbar gemacht und dient der Pflanze zum Wachstum.