Ölrettich-Mantelsaat®

4 Wochen Vorsprung bei der Nematodenbekämpfung

Der Zwischenfruchtanbau bietet eine Vielzahl von positiven Veränderungen für die Folgekulturen im Ackerbau. Im Vordergrund steht dabei neben der Verbesserung der Humusbilanz, der Bodenlockerung, des Ersosionsschutzes und der phytoshygienischen Aspekte u. a. auch die biologische Nematodenbekämpfung im Rüben-, Kartoffel- oder Gemüseanbau.

Mit Hilfe der Züchtung ist es gelungen, spätreifende Ölrettichsorten für die biologische Nematodenbekämpfung der Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Bedingt durch die Fruchtfolge und den Anbau von immer später reifenden Weizensorten ist die Wachstumsphase für viele nematodenresistenten Zwischenfrüchte zu kurz, um die Nematoden effektiv zu bekämpfen. Feldsaaten Freudenberger bietet hierzu ein ganz neues Verfahren der Ausbringungstechnik einer solchen wichtigen Zwischenfrucht in Rüben-, Kartoffel- und Gemüsefruchtfolgen:

Ölrettich-Mantelsaat®

Dazu wird das Saatgut mit einem Mantel, bestehend aus einer Trägersubstanz, Pflanzenstärkungsmittel und Huminsäure, überzogen. Dadurch erhöht sich das Eigengewicht der Samen und eine exakte Verteilung mit Arbeitsbreiten bis zu 26 m ist möglich. Die Aussaat erfolgt etwa 3 Wochen vor der Weizenernte mit einem Düngerstreuer (optimal sind pneumatische Düngerstreuer) als Untersaat. Hierzu werden die bestehenden Fahrgassen genutzt. Aus Versuchen kann man deutlich erkennen, dass durch das höhere Eigengewicht des Saatkorns die Verteilung der Aussaat wesentlich besser ist als bei der Nacktsaat. Gerade das Jahr 2013 war gekennzeichnet durch eine extreme Hitzeperiode Anfang bis Ende August. Hier konnte in Tests gezeigt werden, dass ummanteltes Saatgut den Trockenstress wesentlich besser übersteht als die Nacktsaat, da eine zusätzliche Wasserspeicherung im Mantel möglich ist. Außerdem kommt es zu einer schnelleren Ausbildung der Keimwurzeln bei der Mantelsaat®.

Aussaat der Mantelsaat® mit dem Düngestreuer ca. drei Wochen vor der Weizenernte
Mantelsaat® 22 Tage
nach der Aussaat
Vergleich konventionelle Nacktsaat/Mantelsaat®
35 bzw. 60 Tage nach der Aussaat
Vergleich Mantelsaat® /
konventionelle Nacktsaat
35 bzw. 10 Tage nach der Aussaat

Vorteile des Streuverfahrens mit Mantelsaat® gegenüber der konventionellen Aussaat:

  • Höhere Auflaufraten durch besseren Bodenschluss
  • Beste Jugendentwicklung durch optimale Nährstoffversorgung des Keimlings
  • Der Mantel konserviert und schützt das Samenkorn bis zum Erreichen des optimalen Feuchtigkeitsgrades
  • Deutlicher Wachstumsvorsprung gegenüber der Aussaat nach der Ernte
  • Ausstreubreite bis zu 26 m möglich
  • Mit Pflanzenstärkungsmittel; fördert die Gesundheit und stärkt junge Pflanzen
  • Mit Huminsäuren, für die sichere Keimung und erhöhte Nährstoffaufnahme
  • Gleichmäßiges Streubild
  • Bessere und schnellere Wurzelausbildung