Nematodenbekämpfung im Zuckerrübenanbau

LEBENSZYKLUS
Im nebenstehenden Schema ist der Lebenszyklus der Rübenzystennematoden dargestellt. Das zweite Larvenstadium des Rübenzystennematoden dringt in die Wurzel ein (a). Die Larve setzt sich in Nähe des Zentralzylinders fest und entzieht der Zuckerrübe Nährstoffe (b). Im 4. Larvenstadium erfolgt die geschlechtliche Differenzierung (c). Adulte Männchen verlassen die Wurzel (d). Das adulte Weibchen durchbricht die Wurzelrinde mit dem Hinterleib. Die Kopfregion bleibt in der Wurzel verankert (e). Die Männchen werden von den Weibchen angelockt und befruchten diese (f). Nach der Befruchtung reifen die Eier im Weibchen heran (g). Das Weibchen stirbt und die Weibchenhaut wird zur Zyste, die dann von der Wurzel abfällt (h). In Anwesenheit einer Wirtspflanze kommt es zum erneuten Schlupf der Larven und Befall der Wirtspflanze (i). Durch spezifische Inhaltsstoffe in den Wurzelausscheidungen der Zuckerrüben, Senf und/oder Ölrettich werden die Larven in den Zysten zum Schlupf gelockt. Sie verlassen die Zyste, dringen in die nächste Wirtspflanzenwurzel ein und beginnen eine neue Generation an Zysten und Larven. Beim Anbau von resistentem Ölrettich oder Senf wird dieser Zyklus gestört, in dem sich die geschlechtliche Differenzierung (c) stark verändert, es werden fast ausschließlich Männchen ausgebildet.