Grobkörnige Leguminosen

Eiweißversorgung durch heimische Kulturpflanzen

Großkörnige Leguminosen haben enorm an Bedeutung gewonnen, die Anbaufläche hat sich in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppelt.
Gründe dafür sind zum einen die steigenden Kosten für Eiweißfuttermittel, zum anderen sind es die neuen Greening-Vorgaben. Eiweißpflanzen sind beim Greening Bestandteil des Punktes „Diversifizierung“ bei Fruchtfolgen und gleichzeitig werden sie mit dem Faktor 0,7 pro ha Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche angerechnet.
Wichtig ist jedoch, dass nach den Greeningauflagen eine Winterkultur folgen muss, um einer Auswaschung des Stickstoffs in wurzelferne Zonen zu verhindern.
Das ist sinnvoll, da ansonsten wertvolle Pflanzendünger verloren gehen und zum anderen Umweltbelastungen durch Anreicherung von Stickstoff im Grundwasser entstehen können. Aufgrund der steigenden Anbaubedeutung nehmen Verwendungsmöglichkeiten ebenfalls zu. Ein Großteil der Betriebe setzt auf die Verwertung als Eiweißfuttermittel, was sowohl in Milchvieh-, als auch in Schweinebetrieben möglich ist. Auch der Absatz über Genossenschaft verbreitet sich stetig. Zu den Körnerleguminosen gehören neben den Ackerbohnen, Körnererbsen und Sojabohnen auch die drei Lupinenarten (Gelbe, Weiße und Blaue Lupine), die auf den folgenden Seiten weiter beschrieben sind. Neben dem hohen Eiweißwert liefern die Lupinenarten noch zusätzlich kostenlos Stickstoff.
Mit Hilfe der Knöllchenbakterien kann Stickstoff gebunden werden und steht der Folgekultur dann ab Feld zur Verfügung. Wichtig beim Anbau ist auch die Kenntnis, ob auf der Fläche schon einmal Lupinen angebaut wurden. Der Effekt einer erfolgreichen Symbiose wird sowohl in der Bildung der kleinen Wurzelknöllchen, als auch in der kräftigen Grünfärbung der oberirdischen Pflanze sichtbar.

Dies liefert beste Voraussetzungen für ein hohes Ertragspotenzial.