Greening - Grünlanderhaltung

Umbruchverbot bei Grünland

Seit einigen Jahren besteht bereits ein absolutes Umwandlungsverbot von Grünland in Ackerland ohne Schaffung von Ersatzflächen.

Mit der neuen GAP-Reform besteht nun europaweit ein absoluter Erhalt von Dauergrünlandflächen (DGL).

Umbruch und Umwandlung in Ackerland ist nur dann möglich, wenn an anderer Stelle eine neue Grünlandfläche angesät wird. Pflegemaßnahmen sind aber jederzeit auf den „normalen“ Grünlandflächen möglich. Das gilt auch für Neuansaaten. Um in Zukunft Futterlücken zu schließen, lohnt es sich, schlechte Grünlandflächen im diesem Frühjahr neu anzusäen. Genügend Grundfutter ist bekanntermaßen vorhanden. Die von den offiziellen Beratungsstellen empfohlenen Mischungen sind hierbei allererste Wahl.

Verschärft wird das Ganze noch für FFH-Gebiete. Hier besteht ein absolutes Umbruchverbot für das Grünland. Ausnahmen sind nur mit Absprache und Genehmigung der zuständigen Behörden möglich. Die Grünlandpflege muss aber auch hier berücksichtigt werden, sofern nicht anders geregelt. Gerade bei bestehenden Umbruchverboten ist die Nachsaat bei DGL-Flächen von besonderer Bedeutung. Mit Hilfe von Nachsaaten ist es möglich, schon existierende Grünlandflächen zu erneuern und so den Aufwuchs erheblich zu steigern und zu verbessern.

Dauergrünland (DGL) in FFH-Gebieten (Flora-Fauna-Habitat)

- generelles Pflug- und Umwandlungsverbot

- gilt jedoch nur für das DGL aus 2015, später angelegtes DGL nicht betroffen

Sonstiges Dauergrünland (DGL)

- Grundsätzlich Umbruch nur mit Genehmigung und Neuansaat an anderer Stelle

- Bei Genehmigung keine Neuansaat nötig bei:

  • DGL im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen (AUM) angelegt
  • besonderen Fällen im öffentlichen Interesse
  • Vermeidung unzumutbarer Härten (z. B. höhere Gewalt)
  • DGL, das erst 2015 und später entstanden ist (bei DGL, das vor 2015 bereits bestand -> Neuansaat an anderer Stelle)

- Wird einen Abweichung von über 5 % von der Referenz (2012 + neu angemeldetes DGL in 2015, das in 2012 kein DGL war) festgestellt, dürfen keine Genehmigungen mehr erteilt werden