Profi | Biotopentwicklungsflächen | Profimischungen in RSM Qualität

 

 

Regio-Saatgut Einzelsaaten und Mischungen

Der Einsatz von Wildpflanzensaatgut für die Begrünung von Flächen in der freien Natur und dem öffentlichen Bereich erfolgt mit stetig steigendem Bedarf.

Auf der Grundlage des Naturschutzgesetzes, den Forderungen der Naturschutzorganisationen und der Politik erfolgt die Ausbringung unter Berücksichtigung von regionalen Erfordernissen. Diese Maßnahme findet sich auch in § 40 des im Juli 2009 verabschiedeten Gesetzes zur Neuregelung des Rechts des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Hiernach ist in der freien Natur vorzugsweise Saatgut innerhalb seiner Vorkommensgebiete, d.h. Saatgut, das aus Pflanzenvorkommen einer bestimmten Region gewonnen wurde, einzusetzen. Diese Ansprüche erfüllt Saatgut, das nach den Richtlinien und unter der Kontrolle von RegioZert® produziert wurde.

Das von Produzenten und Handelsunternehmen in Zusammenarbeit mit dem BDP entwickelte Qualitätssicherungssystem RegioZert® stellt hohe Anforderungen an die Gewinnung, Produktion und den Vertrieb von Regiosaatgut (Wildpflanzensaatgut aus der Region für die Region).

   
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Neben der Sicherstellung lückenloser Rückverfolgbarkeit des Regiosaatgutes bis zur Ausgangssammlung setzt RegioZert® auch Maßstäbe in Sachen Reinheit und Keimfähigkeit. Unabhängige Kontrollunternehmen, u.a. Lacon, überwachen durch regelmäßige Kontrollen das System nach den in RegioZert® festgelegten Regeln. Regiosaatgut ist echt, wenn es mit dem Qualitätssiegel RegioZert® gekennzeichnet ist. 

Biotopentwicklungsflächen (artenreiches Extensivgrünland) RSM 8.1

In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben sich bestimmte Neophyten (eingewanderte Pflanzen nach 1500) massenhaft ausgebreitet, so dass besonders die heimische Flora, aber auch die Fauna beeinträchtigt wurden. Aus der öffentlichen Diskussion entstand die Forderung für die freie Landschaft, heimische, ungestörte Landschaftsteile zu erhalten, vor Verfremdung zu schützen - siehe auch die Bestimmungen der Naturschutzgesetze des Bundes und der Länder - und gegebenenfalls wiederherzustellen. In Zusammenarbeit mit der FLL entstand das Projekt “Biotopentwicklungsflächen - RSM 8.1” beziehungsweise Greenfield GF 811 bis GF 814 vornehmlich für die Anwendung in der freien Landschaft als biotopverbessernde Maßnahmen. Durch die Artenvielfalt ist diese Saatgutmischung ökologisch wertvoll.

GF 811
Grundmischung für Standorte ohne extreme Ausprägung.
Lehmböden mit neutralem ph-Wert, tiefgründig mit durchschnittlicher Wasserversorgung. Ebene bis mittlere Gebirgslagen.
VE 1 kg Sack
Art. Nr. 069811
EAN-Code: 4011239304223
Aussaatstärke: 5 g/m2

GF 812
Silikatmagerrasen, Steingrußböden, Sandböden, geringe Wasserversorgung, zur Austrocknung neigend, ph-Wert unter 5,5.
VE 1 kg Sack

Art. Nr. 069812
EAN-Code: 4011239304247
Aussaatstärke: 5 g/m2

GF 813
Flachgründige, skelettreiche Böden, unausgeglichener Wasser- und Nährstoff- haushalt, Trockenstandorte, z.B. hoher ph-Wert, Kalkverwitterungsböden.
VE 1 kg Sack
Art. Nr. 069813
EAN-Code: 4011239304261
Aussaatstärke: 5 g/m2

GF 814
Halbschattige und frische wechselfeuchte Böden. Geeignet für alle Bodentypen mit einem hohen Wasserhaushalt oder in Folge von Beschattung - geringe Austrocknung. Nicht geeignet für Staunässe, versumpfte Flächen.
VE 1 kg Sack
Art. Nr. 069814
EAN-Code: 4011239304285
Aussaatstärke: 5 g/m2

Gräseranteil = 70 %
Art: GF 811 GF 812 GF 813 GF 814
Mischungsanteil in %:
Agrostis capillaris
Anthoxanthum odoratum
Brachypodium pinnatum
Briza media
Bromus erectus
Bromus mollis
Cynosurus cristatus
Festuca ovina spec.
Festuca rubra commutata
Festuca rubra rubra
Holcus lanatus
Koeleria pyramidata
Poa nemoralis
Poa trivialis
Trisetum flavescens

%
5
5
-
3
-
5
10
10
10
20
-
-
-
-
2

%
5
5
-
3
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5
10
10 2)
10
18
2
-
-
-
2

%
-
5
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3
2
5
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10
20
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1
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2

%
5
5
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-
-
5
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10
10
20
-
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3
2
-

Kräuteranteil = 30 %
Art: GF 811 GF 812 GF 813 GF 814
Mischungsanteil in %:
Achillea millefolium
Agrimonia eupatoria
Agrostemma githago 4)
Ajuga reptans
Anthemis tinctoria
Campanula glomerata
Campanula patula
Campanula rotundifolia
Centaurea cyanus 4)
Centaurea jacea
Centaurea scabiosa
Crepis biennis
Daucus carota
Dianthus carthusianorum
Dianthus deltoides
Galium mollugo
Galium verum
Hieracium pilosella
Hypericum perforatum
Knautia arvensis
Leontodon hispidus
Leucanthemum vulgare
Lotus corniculatus
Lychnis flos-cuculi
Malva moschata
Onobrychis viciifolia
Origanum vulgare
Papaver rhoeas 4)
Pimpinella saxifraga
Prunella vulgaris
Rumex acetosa
Salvia pratensis
Sanguisorba minor
Silene dioica
Silene vulgaris
Thymus pulegioides
Thymus serpyllum
Tragopogon pratensis

%
0,5
-
2,0
-
1,5
-
0,2
0,2
1,5
1,5
-
1,0
1,5
-
-
1,5
0,5
-
1,5
1,0
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0,3
0,5
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1,5
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1,0
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-
-
2,0
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-
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-
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1,8

%
0,5
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2,0
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0,2
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-
1,5
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0,5
0,2
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0,3
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1,5
1,5
-
1,0
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1,0
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0,5
1,8

%
0,5
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0,2
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0,5
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0,7
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%
0,5
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-0,2
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1,5
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1,0
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-
1,5
0,5
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1,5
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-
1,0
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1,5
-
2,0
2,5
1,0
1,0
-
-
1,8

Die Verwendung von Wildformen und heimischen Herkünften von Kräutern, Gräsern und Leguminosen soweit möglich (nach SaatG), Gräser/Kräuter-Verhältnis 70/301)
Regelaussaatmenge: 5 g (3-7g)/m2, bei Erosionsgefahr 15g/m2 und Halbierung des Kräuteranteils 1)
Pflegeansprüche: 1 - 3 Schnitte im Jahr, Schnitthöhe 5 - 10 cm.
1) Bei höherer Erosionsgefahr Aussaatmenge bis 15g/m2 , Verringerung des Kräuteranteils auf 15%
2) Bei sauren Böden Festuca ovina tenuifolia verwenden.
4) Einjährige Arten für Blühaspekt im 1. Jahr und schnellen Erosionsschutz.

Die bisherige RSM 8 Biotopentwicklungsflächen gibt es in 4 verschiedenen Varianten (s.o.), welche Sie auch weiterhin von uns beziehen können. Für die Zukunft wird es in der RSM 8 eine zusätzliche Anpassung an die regionalen Unterschiede geben, in denen nur Arten enthalten sind, die auf Regional- und Arealtreue geprüft wurden. Um unkalkulierbare Risiken in Bezug von Florenverfälschung zu vermeiden, wurde in dieser neuen REGIO-RSM die Artenvielfalt gestrafft und die Analyse gezielt nach der Funktionalität angepaßt. Diese neue REGIO-RSM erhalten Sie bei uns auf Anfrage, abhängig von der Verfügbarkeit und dem neuesten Stand der Neustrukturierung.

Herkunftsregion Retgiosaatgut  - bundesweite Empfehlung und vorgeschlagene Übergangsherkünfte

  1: Norddeutsche Tiefland
  2: Westdeutsches Tiefland m.
      Unterem Weserbergland
  3: Norddeutsches Tiefland
  4: Ostdeutsches Tiefland
  5: Mitteldeutsche
      Tief. u. Hügelland
  6: Oberes Weser- und
    Leinebergland mit Harz
  7: Rheinisches Bergland
  8: Erz- u.
      Elbsandsteingebirge
  9: Oberrheingraben mit
      Saarpfälzer Bergland
10: Schwarzwald
11: Südwestdeutsches
      Bergland
12: Fränkisches Hügelland
13: Schwäbische Alb
14: Fränkische Alb
15: Thüringer Wald,
      Fichtelgebirge u.
      Vogtland
16: Unterbyerische Hügel- u.
      Plattenregion
17: Südliches Alpenvorland
18: Alpen
19: Bayrischer u.
      Oberpfälzer Wald
20: Sächsisches
      Löß- u. Hügelland
21: Hessisches Bergland
22: Uckermark mit Odertal

 

Quelle: Ergebnis des DBU-Projekts "Entwicklung und praktische Umsetzung naturschutzfachlicher Mindestanforderungen an einen Herkunftsnachweis für gebietseigenes Wildpflanzensaatgut krautiger Pflanzen".

Förderkennzeichen: Az 23931
(Prasse, Kunzmann u.a., 2008)