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Leguminosenanbau als Säule der Stickstoffversorgung im ökologischen Anbau

Stickstofffixierung durch Leguminosen stellt die einzige Möglichkeit dar, elementaren Luftstickstoff zu binden, pflanzenverfügbar zu machen und dem System zuzuführen.

Beim Anbau von Leguminosen ist eine Unterteilung in Futterbau (z. B. Klee oder Luzerne), Zwischenfrüchte (z. B. Wicken) und Körnerleguminosen (z. B. Ackerbohne, Erbse oder Sojabohne) üblich. Neben der direkten Vermarktung der erzeugten Feldfrüchte rücken weitere ökonomische Aspekte in den Vordergrund.

Hierbei sind zu nennen:
Die Verbesserung des Bodensystems, der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit sowie die unerlässliche Stickstoffzufuhr.
Dies führt dazu, dass viele ökologisch wirtschaftende Ackerbaubetriebe das enorme Potenzial der verschiedenen Feinleguminosen nutzen.
Zum Beispiel erfährt die Integration eines mehrjährigen Klee-Gras-Gemenges in die Fruchtfolge zunehmende Bedeutung. Ein solcher Bestand kann sowohl als Untersaat in Getreidekulturen, aber auch als Nacktsaat etabliert werden. Nach Möglichkeit bietet sich eine Kooperation mit Milchviehbetrieben an, die den ersten und/oder zweiten Aufwuchs als Futter nutzen.
Folgeaufwüchse werden gemulcht, um durch die rückfließende Biomasse die bodenverbessernden Aspekte zu erzielen. Weitere positive Merkmale wie die Erhöhung der biologischen Aktivität, verbesserte Bodengare und besonders die Unkrautunterdrückung sind im Blick auf die Fruchtfolgegestaltung von entscheidender Bedeutung.
Der Verbleib der Wurzelmasse und das Einarbeiten der Gesamtpflanze stellt eine direkte Stickstoffquelle für den nachfolgenden Pflanzenbestand dar.
Um die Stoffkreisläufe möglichst weit schließen zu können, ist die Versorgung der Pflanzen mit Stickstoff unerlässlich. Nur der Leguminosenanbau als eine essentielle Säule ökologisch wirtschaftender Betriebe ist in der Lage, die benötigten Mengen an Stickstoff zu fixieren. Je nach Kulturart und Jahr werden Leistungen von 50-700 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr erreicht, wobei die Angaben je nach Region schwanken können.
Als Vorraussetzung für eine erfolgreiche Symbiose von Pflanze und Bakterium (Knöllchenbildung) ist das Vorkommen der spezifischen Bakterienstämme stets von entscheidender Bedeutung.

Mit dem flüssigen Impfmittel Rhizo-Fix® aus unserem Hause besteht die Möglichkeit, die Knöllchenbildung und die daraus resultierende Stickstofffixierung bei allen gängigen Leguminosenarten sicherzustellen. Dies wird gewährleistet, indem für jede Kultur ein eigens entwickeltes Impfpräparat zur Verfügung steht, was die erforderlichen Bakterienstämme beinhaltet.
RhizoFix® wurde durch die FiBL für die Betriebsmittelliste 2017 freigeschaltet.
Es entspricht darüber hinaus den Richtlinien von Demeter, Gäa und Naturland.
Weitere Informationen finden Sie unter www.betriebsmittelliste.de.

Eine weitere Möglichkeit, die Rhizobien am Saatgut zu verankern, besteht in der Verwendung von Mantelsaat®. Dies ist bei allen Feinleguminosen möglich.
Das fertig behandelte Saatgut enthält zum einen im BIO-Anbau zugelassene biologische Pflanzenstärkungsmittel, zum anderen die benötigten Bakterienstämme.
Mantelsaat® ist somit direkt und ohne zusätzlichen Aufwand einsatzbereit. Auch die Mantelsaat® gewährleistet die erforderlichen Biostandards und wurde deshalb von den Kontrollstellen für den Einsatz im BIOAnbau zugelassen. Bei grobkörnigen Leguminosen ist eine solche Ummantelung nicht möglich.
Hier sollte die Beimpfung des Saatgutes unmittelbar vor der Aussaat mit RhizoFix® erfolgen, um eine erfolgreiche Knöllchenbildung und damit Stickstofffixierung sicherzustellen.
Neben der Ausweitung des Leguminosenanbaues gewinnt aber eine weitere Entwicklung in der BIO-Landwirtschaft an Bedeutung – die Ausweitung der Kategorie I. Die bereits seit 2014 eingetragenen Arten wie Mais, Zuckerrübe, Gelbsenf, Buchweizen, Sommerwicke und Einjährigem Weidelgras, wurden in 2015 ergänzt. Seitdem wurden auch Welsches Weidelgras, Winterroggen, Alexandrinerklee, Perserklee und Esparsette in die Kategorie I aufgenommen. Zum 01.01.2016 folgte der Inkarnatklee. Weitere Arten wie Deutsches Weidelgras und Rotklee sind in der Diskussion.

Unserem Anspruch, den Markt mit gutem, biologisch erzeugtem Saatgut versorgen zu können, wollen wir gerecht werden und stellen uns dieser Herausforderung.

Lacon-Bescheinigungen deut. (.pdf):
- deutsche Bescheinigung -

Lacon-Bescheinigungen engl. (.pdf):
- englische Bescheinigung -  

Lacon-Bescheinigungen franz. (.pdf):
- fanzösische Bescheinigung -

Wir halten für Sie zahlreiche Arten von vielen amtlich empfohlenen, aus den verschiedensten Reifegruppen, klimazonen- und nutzungsabhängigen Sorten am Lager vorrätig.