Deutsche Landwirte bewirtschaften derzeit rund 500.000 Hektar, die
ausschließlich der Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogas vorbehalten sind. Nach
wie vor hat der Mais als Biomasselieferant die Nase vorn. Aus ackerbaulichen
Gründen stößt er jedoch in vielen Regionen bereits an seine Grenzen.
Gleichzeitig holen andere Kulturen auf und bieten eine sinnvolle Alternative zum
Mais. Als sehr effizient erweisen sich Fruchtfolgen mit Ganzpflanzensilage (GPS)
oder alternativen Kulturen wie Hirse oder Sudangras. Ebenso eignen sich Gräser,
Gräsermischungen oder Zwischenfrüchte für die Biogasproduktion hervorragend.
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Neue Konzepte für Biogas vom Grünland
70 Prozent Gras in der Feststofffraktion und 30 Prozent Gülle – mit
diesem Input-Konzept werden zukünftig auch landwirtschaftliche Betriebe
auf Grünlandstandorten völlig neue Wege in der Biogasproduktion gehen
können. Eine auf diese Verhältnisse angepasste Technik wird derzeit in
Norddeutschland vom Biogasanlagenbauer Consentis umgesetzt. Die Anlage
fährt mit einer um acht Celsius höheren Temperatur, was sich förderlich
auf die Grasvergärung auswirkt. Wichtig für eine gute Vermischung im
Fermenter ist die Halmlänge der Grassilage, die maximal vier Zentimeter
betragen sollte.
Das Rohstoffkonzept ist auch deshalb interessant, weil mit der Zufuhr
von Gras und Gülle ein Güllebonus bis 3,96 cent/kWh bezogen werden kann
(Einspeisejahr 2010). |
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Der Bonus wird darüber hinaus anteilig gewährt, wenn der Gülleanteil im
Fermenter dem Volumen nach mindestens 30 Prozent beträgt. Dort, wo ein
Umbruchverbot für Grünland besteht, eröffnen leistungsfähige und spezifizierte
Biogasanlagen neue wirtschaftliche Nutzungskonzepte für eher erlösschwache
Flächen. Für viele Grünlandbetriebe wird die neue Biogasanlagentechnik in
Zukunft den Einstieg in den Biogassektor wesentlich erleichtern oder sogar erst
ermöglichen.
Mit Biogas-Fruchtfolgen mach Ackerbau Spaß!
Biogas-Fruchtfolgen sind abwechselungsreich, bringen hohe
Biomasse-Erträge vom Hektar und erfüllen alle Kriterien einer nachhaltigen
Landbewirtschaftung.

Top-Five der Biogas-Fruchtfolgen:
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Weniger Schädlings-, Krankheits- und Unkrautdruck ohne Einsatz von
Pflanzenschutzmitteln • Lange Bodenbedeckung – geringeres Erosionsrisiko –
Verlängerung der Ausbringzeit für Gärsubstrate • Beste Bodenfruchtbarkeit,
guter Humusgehalt • Silokapazitäten können voll ausgelastet werden • Auf
Substratmangel oder Überschuss kann sehr flexibel reagiert werden
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Unser Anbau-Tipp – Untersaaten: Das Welsche
Weidelgras eignet sich hervorragend für Untersaaten in Winterroggen oder
Wintergerste. Bereits 5-6 Wochen nach der GPS-Ernte liefert der Gräseraufwuchs
volle Erträge. Die Fläche kann über Winter begrünt bleiben, so dass Gärsubstrate
früher ausgebracht werden können.
Mit Untersaaten mehr Schnitte vom Hektar.
Für Untersaaten im Getreide sind im Wesentlichen alle Gräser- und Kleearten
und deren Mischungen geeignet. Die modernen Getreidesorten sind sehr standfest
und haben nur eine geringe Lagerneigung. Somit ist auch die Durchwuchsgefahr der
Untersaat geringer. Untersaaten werden weit verbreitet in der
Saatgutvermehrung angewendet. Das dazugehörige Know-how ist vorhanden.
In der Fruchtfolge besitzen Untersaaten eine Reihe von positiven
Eigenschaften. Zum einen schützen sie vor Erosionen und verbessern die
Tragfähigkeit des Bodens, zum anderen dienen sie dem Grundwasserschutz
(Förderungen regional möglich). Der Untersaat steht unmittelbar nach der
Ganzpflanzensilage- Ernte eine längere Vegetationsperiode zur Verfügung. Aus
wirtschaftlicher Sicht wirken sich die niedrigeren Saatgutkosten positiv aus und
Arbeitsspitzen werden gekappt.
Ein Schnitt mehr im Jahr ist möglich
Ziel der Untersaat ist es, einen Aufwuchs mehr nach der
Ganzpflanzensilage-Ernte zu erwirtschaften. Eine gut etablierte
Untersaat startet nach der Hauptfruchternte sofort durch, da jetzt Licht an die
junge Graspflanze gelangt und das Wachstum sofort einsetzt. Neuansaaten
benötigen 14 Tage länger. Für die Frühjahrsaussaat sind konkurrenzstarke Arten
wie das Welsche, Deutsche oder Bastardweidelgras geeignet. Auch Knaulgras, Rot-
oder Weißklee und deren Mischungen können ausgesät werden. Die Aussaat kann
sowohl mit der Drillmaschine in bestehende Bestände erfolgen, aber auch eine
Ausbringung mit dem Düngerstreuer ist möglich. Die nachfolgende Tabelle gibt
Auskunft über die Saatstärke und den Saattermin:

Unser Anbau-Tipp: Die oben genannten
Gräser eignen sich auch als Untersaaten im Mais oder Ackerbohnen. Hierzu bitte
gesonderte Informationen einholen.
Ihre Reserven stecken in Ihrem Grünland - Punken mit MG
500 Mantelsaat®
Im Grünland stecken bis zu 3000 m³/ha Gasreserven

Bei der Intensivierung von Dauergrünland lassen sich Reserven von
weit über 25% mobilisieren. Eine Neuansaat ist nicht erforderlich. Durch
regelmäßige Übersaat mit MG 500-Mantelsaat® lässt sich der
Weidelgrasanteil im Dauergrünland langfristig ohne zusätzliche Arbeitskosten
erhöhen. Im Frühjahr und im Herbst jeweils 10 kg/ha MG 500
ausbringen.
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