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Der Bau immer neuer Biogasanlagen erfordert ein Umdenken in
„Energiefruchtfolgen“
Mit der Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) steigt
die Nachfrage für den Bau von Biogasanlagen. Dabei soll das EEG den Anbau
von nachwachsenden Rohstoffen fördern. Demzufolge müssen Kulturen, Sorten
und Fruchtfolgen gefunden werden, die einen wirtschaftlichen Betrieb der
Biogasanlagen garantieren.
Innerhalb der Fruchtfolge ist zu beachten, daß das vergorene
Restsubstrat wieder auf Ackerflächen ausgebracht werden muß. Der Anbau von
Zwischenfrüchten für die Biogasanlage erlaubt die Möglichkeit,
Restsubstrate auf diesen Flächen zu verbringen. Ganz besonders sind die
Winterzwischenfrüchte geeignet. Und hier bietet sich der
Grünschnittroggen, wie z.B. JOBARO an, da er im Anbau
unkompliziert ist und bekanntermaßen hohe Erträge erzielt. Bereits im
Frühjahr können auf diesen begrünten Flächen schon wieder früh
Restsubstrate ausgebracht werden.
Grünroggen besitzt eine ausgezeichnete Wintehärte und wird bereits Ende
April bis Anfang Mai geerntet. Die Ernte erfolgt mit dem Feldhäcksler. Das
Erntegut muß kurz gehäckselt werden, um störende Schwimmschichten im
Fermenter zu vermeiden. Der Methangehalt des Grünroggens liegt zwischen 53
% und 54 %. Über zu hohe Schwefelwasserstoffverbindungen im Biogas von
Grünroggen ist nichts bekannt, so daß eine Gefährdung des Motors des
Blockheizkraftwerkes auszuschließen ist. |
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Nach der Ernte erfolgt der Anbau einer Hauptfrucht und hier bietet sich
der Anbau von Sudangras an. Die Aussaat von SUSU erfolgt
Mitte bis Ende Mai. Zu zwei Schnitterminen wird das Sudangras mit dem
Feldhäcksler geerntet und siliert. Die erste Ernte kann je nach
Standortbedingungen ab August erfolgen. Hier kann nach der ersten Ernte
wiederum Gärsubstrat ausgebracht werden, was den Bedarf an
Gärrestlagerstätten vermindert.
Zur Vergärung eignen sich sehr gut die Futterrüben. In Versuchen in
einer großtechnischen Anlage konnte deutlich gezeigt
werden: Futterrüben konnten innerhalb 36 Tagen die gleiche Menge an Gas
erzeugen, wie Mais in 52 Tagen. |
Eine Konservierung in Mischsilagen oder eine Verflüssigung als Rübenmus ist
möglich. Eine Zwischenlagerung ist sinnvoll, damit anhaftende Erde abtrocknet
und nachgereinigt werden kann.
Für den Anbau sind Sorten mit bester Rodeeignung gefragt, wie z. B. die Sorte
COLOSSE, die mit der modernsten Zuckerrübentechnik
voll-mechanisch geerntet werden kann.
Welsches Weidelgras wird ebenfalls im Herbst ausgesät und bis zu 6 mal im
folgenden Jahr geerntet. Dabei sind Sorten mit ausgeglichener Ertragsverteilung
wie GEMINI, den Vorzug zu geben.
Die Anbauflächen von Nachwachsenden Rohstoffen als Gärsubstrat für die
Stromerzeugung werden zunehmen. Daher müssen Landwirte und
Biogasanlagenbetreiber für jeden Standort eine ausgeklügelte Fruchtfolge mit
geeigneten Kulturen auswählen.
Mit einem breiten Spektrum an Kulturpflanzen kann die Fa. Feldsaaten
Freudenberger einen starken Beitrag für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen
leisten.
Vergleich von nachwachsenden Rohstoffen:
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Subtrat |
TS% |
oTS% |
Gasausbeute m²/kg oTS |
Methangehalt% |
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Maissilage |
33,0 |
96,0 |
0,6 |
52,5 |
|
Sudangrassilage |
35,0 |
91,8 |
0,6 |
54,5 |
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Futterrübenmus |
15,0 |
88,0 |
0,7 |
52,0 |
|
Grünroggen |
40,0 |
90,0 |
0,59 |
53,0 |
| Weidelgrassilage |
38,0 |
87,0 |
0,57 |
54,7 |
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