Mit Wirkung von September 2007 wurden die beiden Sorten Blaue Bitterlupine
AZURO und der Inkarnatklee Heusers Ostsaat auf
die Fa. Freudenberger übertragen.
Mit diesen beiden Sorten wird das Sortiment der landwirtschaftlichen Arten
erweitert.
Blaue Bitterlupine AZURO
Die Blaue Bitterlupine
AZURO ist speziell für den Zwischenfruchtanbau gezüchtet
worden. Als Tiefwurzler spielt sie eine wichtige Rolle für die Sanierung von
Böden mit Strukturgeschäden. Für die Lockerung des Unterbodens ist
AZURO als Tiefwurzler ideal. An Wurzeltrockenmasse hinterläßt
die blaue Lupine ca. 15 - 25 dt TM/ha und oberirdisch 35 - 45 dt TM/ha und das
bei einer Aussaatmenge von etwa 170 kg/ha; eine Stickstoffdüngung ist nicht
erforderlich. Ein weiterer Pluspunkt der blauen Bitterlupine ist der Anbau in
Rübenfruchtfolgen (nematoden-neutral). Im Gegensatz zur Süßlupine wird diese
Lupinenart nicht vom Wild verbissen (auch Tauben mögen diese Lupinenart nicht!)
und friert über Winter ab, bildet jedoch eine schützende Schicht und kann somit
erst im Frühjahr eingearbeitet werden. Als Leguminose kann
AZURO den Luftstickstoff in pflanzenverfügbaren Stickstoff
umsetzen, was den Folgekulturen zu Gute kommt. AZURO kann als
Zwischenfrucht ca. 60 kg N/ha binden.
Inkarnatklee Heusers Ostsaat
Der Inkarnatklee ist eine einjährige Pflanze mit guter Frostresistenz und
wird vorwiegend im Gemenge angebaut. Auffallend sind die purpurroten Blüten im
Frühjahr, die zahlreiche Insekten anlocken. Angebaut wird der Inkarnatklee auf
mittleren, humo-sen, kalkhaltigen und gut durchlässigen Böden. Weniger geeignet
sind zu nasse oder schwere Böden. Der Nährstoffbedarf ist ähnlich dem von
Rotklee. Da diese Kleeart fast ausschließlich im Gemenge angebaut wird, richtet
sich die Stickstoffdüngung nach den Mischungspartnern. Nach der Herbstaussaat
(Reinsaat 25 - 40 kg/ha bis etwa Mitte September) erfolgt eine Nutzung im
Frühjahr. Heusers Ostsaat ist ein wichtiger Bestandteil des
Landsberger Gemenges. Dieses Gemenge besteht aus 20 kg Inkarnatklee + 20 kg
Welsches Weidelgras + 20 kg Zottelwicke (alte Originalmischung des Landsberger
Gemenges; Aussaatmenge 60 kg/ha bis etwa Mitte September). Der Futterwert dieses
Gemenges ist sehr hoch und eignet sich auch als Vorfrucht vor Mais. Wie alle
Leguminosen ist auch der Inkarnatklee in der Lage Luft-stickstoff in
pflanzenverfügbaren Stickstoff umzubauen. Er hinterläßt ca. 60 kg N/ha für die
Folgefrucht im Gemenge und etwas mehr im Reinsaatanbau.

Inkarnatklee Heuser Ostsaat