28-09-2007 - Zwei neue Sorten im Programm

Mit Wirkung von September 2007 wurden die beiden Sorten Blaue Bitterlupine AZURO und der Inkarnatklee Heusers Ostsaat auf die Fa. Freudenberger übertragen.

Mit diesen beiden Sorten wird das Sortiment der landwirtschaftlichen Arten erweitert.

Blaue Bitterlupine AZURO

Die Blaue Bitterlupine AZURO ist speziell für den Zwischenfruchtanbau gezüchtet worden. Als Tiefwurzler spielt sie eine wichtige Rolle für die Sanierung von Böden mit Strukturgeschäden. Für die Lockerung des Unterbodens ist AZURO als Tiefwurzler ideal. An Wurzeltrockenmasse hinterläßt die blaue Lupine ca. 15 - 25 dt TM/ha und oberirdisch 35 - 45 dt TM/ha und das bei einer Aussaatmenge von etwa 170 kg/ha; eine Stickstoffdüngung ist nicht erforderlich. Ein weiterer Pluspunkt der blauen Bitterlupine ist der Anbau in Rübenfruchtfolgen (nematoden-neutral). Im Gegensatz zur Süßlupine wird diese Lupinenart nicht vom Wild verbissen (auch Tauben mögen diese Lupinenart nicht!) und friert über Winter ab, bildet jedoch eine schützende Schicht und kann somit erst im Frühjahr eingearbeitet werden. Als Leguminose kann AZURO den Luftstickstoff in pflanzenverfügbaren Stickstoff umsetzen, was den Folgekulturen zu Gute kommt. AZURO kann als Zwischenfrucht ca. 60 kg N/ha binden.

Inkarnatklee Heusers Ostsaat

Der Inkarnatklee ist eine einjährige Pflanze mit guter Frostresistenz und wird vorwiegend im Gemenge angebaut. Auffallend sind die purpurroten Blüten im Frühjahr, die zahlreiche Insekten anlocken. Angebaut wird der Inkarnatklee auf mittleren, humo-sen, kalkhaltigen und gut durchlässigen Böden. Weniger geeignet sind zu nasse oder schwere Böden. Der Nährstoffbedarf ist ähnlich dem von Rotklee. Da diese Kleeart fast ausschließlich im Gemenge angebaut wird, richtet sich die Stickstoffdüngung nach den Mischungspartnern. Nach der Herbstaussaat (Reinsaat 25 - 40 kg/ha bis etwa Mitte September) erfolgt eine Nutzung im Frühjahr. Heusers Ostsaat ist ein wichtiger Bestandteil des Landsberger Gemenges. Dieses Gemenge besteht aus 20 kg Inkarnatklee + 20 kg Welsches Weidelgras + 20 kg Zottelwicke (alte Originalmischung des Landsberger Gemenges; Aussaatmenge 60 kg/ha bis etwa Mitte September). Der Futterwert dieses Gemenges ist sehr hoch und eignet sich auch als Vorfrucht vor Mais. Wie alle Leguminosen ist auch der Inkarnatklee in der Lage Luft-stickstoff in pflanzenverfügbaren Stickstoff umzubauen. Er hinterläßt ca. 60 kg N/ha für die Folgefrucht im Gemenge und etwas mehr im Reinsaatanbau.


Inkarnatklee Heuser Ostsaat