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Der Buchweizen ist eine alte Kulturart in Deutschland. Die Nutzung
des Buchweizens ist vielfältig. Vorwiegend wird er als Nahrungsmittelpflanze
angebaut. Darüber hinaus erfolgt der Anbau für die pharmazeutische Industrie und
als Zwischenfrucht.
Der Buchweizen gilt innerhalb der Europäischen Union als
ausgleichsberechtigte Kulturpflanze. Sein Anbau als Körnerfrucht wird über
die Getreidebeihilfe gefördert.
In der Fruchtfolge hat der Buchweizen
Vorteile: 1. Die Fruchtfolge wird aufgelockert. 2. Verbesserung der
Bodenfruchtbarkeit 3. Nutzung als Bienenweide 4. kann auch zu
Futterzwecken genutzt werden.
LILEJA ist eine Sorte, die für die
Nahrungsmittelherstellung hervorragend geeignet ist. Voraussetzung hierfür ist
ein hohes Tausendkorngewicht, um eine hohe Mehlausbeute zu erzielen. LILEJA
zeichnet sich durch die frühe Reife aus.
Anbauhinweise: LILEJA hat
geringe Bodenansprüche. Geeignet für den Anbau sind Sand- und anlehmige Böden,
die typischen Roggenböden. Der pH-Bereich sollte im leicht sauren Bereich
liegen, Böden mit pH-Werten über 7 sind nicht geeignet.
Als Vorfrüchte
sind alle Getreidearten, Mais und Kartoffeln geeignet; nicht geeignet sind
Leguminosen oder Grünbracheumbrüche wegen der unkontrollierten
Stickstoffnachlieferung.
Für die Unkrautbekämpfung sind keine Herbizide
zugelassen. Die mechanische Unkrautbekämpfung ist daher erforderlich. Wegen des
späten Saattermines ist eine mehrfache Grundbodenbearbeitung möglich. Stark
verqueckte Flächen scheiden aus.
Die Aussaatmenge beträgt etwa 55-70
kg/ha. Die Aussaat erfolgt ab Anfang bis Mitte Mai, da Buchweizen nicht
frostverträglich ist oder nach frühräumenden Getreide zur Gründüngung.
Düngung: Buchweizen besitzt ein hohes Stickstoffaneignungsvermögen.
Deshalb sollte eine Gabe von 40 kg N/ha zur Saat nicht überschritten werden. Von
einer Gülledüngung ist wegen der Lagergefahr abzuraten. Als Richtwert für die
Grunddüngung sind unter Berücksichtigung der Bodenvorräte 60 kg P2O5 und 80 kg
K2O je ha zu veranschlagen.
Die Ernte erfolgt dann, wenn etwa 80 % der
angelegten Samen reif (braun) sind. Da die Samen leicht ausfallen, erfolgt der
Mähdrusch schonender als bei Getreide. Im Zwischenfruchanbau zur Gründüngung
friert der Buchweizen nach dem ersten Frost sicher ab.
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