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18.04.2003 Buchweizen LILEJA


Der Buchweizen ist eine alte Kulturart in Deutschland. Die Nutzung des Buchweizens ist vielfältig. Vorwiegend wird er als Nahrungsmittelpflanze angebaut. Darüber hinaus erfolgt der Anbau für die pharmazeutische Industrie und als Zwischenfrucht.

Der Buchweizen gilt innerhalb der Europäischen Union als ausgleichsberechtigte Kulturpflanze.
Sein Anbau als Körnerfrucht wird über die Getreidebeihilfe gefördert.

In der Fruchtfolge hat der Buchweizen Vorteile:
1. Die Fruchtfolge wird aufgelockert.
2. Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit
3. Nutzung als Bienenweide
4. kann auch zu Futterzwecken genutzt werden.

LILEJA ist eine Sorte, die für die Nahrungsmittelherstellung hervorragend geeignet ist. Voraussetzung hierfür ist ein hohes Tausendkorngewicht, um eine hohe Mehlausbeute zu erzielen. LILEJA zeichnet sich durch die frühe Reife aus.

Anbauhinweise:
LILEJA hat geringe Bodenansprüche. Geeignet für den Anbau sind Sand- und anlehmige Böden, die typischen Roggenböden. Der pH-Bereich sollte im leicht sauren Bereich liegen, Böden mit pH-Werten über 7 sind nicht geeignet.

Als Vorfrüchte sind alle Getreidearten, Mais und Kartoffeln geeignet; nicht geeignet sind Leguminosen oder Grünbracheumbrüche wegen der unkontrollierten Stickstoffnachlieferung.

Für die Unkrautbekämpfung sind keine Herbizide zugelassen. Die mechanische Unkrautbekämpfung ist daher erforderlich. Wegen des späten Saattermines ist eine mehrfache Grundbodenbearbeitung möglich. Stark verqueckte Flächen scheiden aus.

Die Aussaatmenge beträgt etwa 55-70 kg/ha. Die Aussaat erfolgt ab Anfang bis Mitte Mai, da Buchweizen nicht frostverträglich ist oder nach frühräumenden Getreide zur Gründüngung.

Düngung: Buchweizen besitzt ein hohes Stickstoffaneignungsvermögen. Deshalb sollte eine Gabe von 40 kg N/ha zur Saat nicht überschritten werden. Von einer Gülledüngung ist wegen der Lagergefahr abzuraten. Als Richtwert für die Grunddüngung sind unter Berücksichtigung der Bodenvorräte 60 kg P2O5 und 80 kg K2O je ha zu veranschlagen.

Die Ernte erfolgt dann, wenn etwa 80 % der angelegten Samen reif (braun) sind. Da die Samen leicht ausfallen, erfolgt der Mähdrusch schonender als bei Getreide.
Im Zwischenfruchanbau zur Gründüngung friert der Buchweizen nach dem ersten Frost sicher ab.



 
Aktualisiert: 27.08.2007