Feldsaaten Freudenberger
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09-08-2007 - Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg zu Besuch bei FELDSAATEN FREUDENBERGER

Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg zu Besuch bei FELDSAATEN FREUDENBERER zur Einweihung der neuen Mantelsaatanlage.

 

Politik informierte sich über Saatgutbranche

Nordrhein-westfälischer Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg drückte roten Knopf - Erste Anlage für bakteriengeimpftes Mantelsaatgut bei Feldsaaten Freudenberger in Krefeld in Betrieb
 „Ich gratuliere Ihrer traditionsreichen Firma zu dieser zukunftsträchtigen Innovation.“

Mit diesen Worten durchschnitt der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg das symbolische rote Absperrband und betätigte den Start-Knopf der neuen Mantelsaatgutanlage der Firma Feldsaaten Freudenberger. Das Unternehmen kann ab sofort mit den erweiterten Kapazitäten die wachsende Nachfrage nach Mantelsaatgut bedienen. Erstmals ist es nun auch möglich, Leguminosensamen bereits vor der Aussaat mit Knöllchenbakterien zu impfen.

Neues Verfahren
Minister Uhlenberg zeigte sich beeindruckt von der Mantelsaattechnik. In einem aufwändigen Verfahren werden Gras- und Kleesaaten mit einer Hüllmasse aus Nährstoffen, Spurenelementen, Pflanzenstärkungsmitteln, Keimbeschleunigern sowie einem Wasserabsorber umgeben. Diese verleiht dem Keimling größere Vitalität und Konkurrenzfähigkeit und wirkt gleichzeitig als Wasserspeicher. Besonders stolz sind die Geschäftsführer Manfred Freudenberger und Stefan te Neues auf die jüngste Weiterentwicklung des Verfahrens für Leguminosen. Die anhaftenden Knöllchenbakterien sorgen an den Wurzeln des Keimlings dafür, dass Luftstickstoff pflanzenverfügbar gemacht wird. 

Für die Zukunft geplant
„Wir wollen weiter wachsen und uns für die Zukunft fit machen“, erläuterte Manfred Freudenberger dem Minister während der sich anschließenden Betriebsbesichtigung.
Probleme bereiteten aber die aktuellen Spekulationen auf den Märkten für landwirtschaftliche Produkte und die daraus resultierenden unberechenbaren Anbauverschiebungen. An den Minister gewandt ergänzte er: „Wir brauchen verlässliche agrarpolitische Rahmenbedingungen, da wir unsere Produktion über mehrere Jahre im Voraus planen müssen und ausreichend Saatgut zu günstigen Preisen bereitstellen wollen.“ Auch kurzfristige Entscheidungen über Stilllegungsverpflichtungen oder Fördermaßnamen für einzelne Kulturen würden die Nachfrage nach Saatgut massiv beeinflussen.

Biomarkt ist Chance für heimische Vermehrer
Trotz weltweiter Aktivitäten ist die Verbundenheit zur heimischen Landwirtschaft der Firma Feldsaaten Freudenberger besonders wichtig. Die bedeutendsten deutschen Vermehrungsgebiete liegen in Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und in Nordrhein-Westfalen (Niederrhein, Westfalen und Eifel). Hier werden überwiegend Gräser und Klee vermehrt und anschließend bis nach Südkorea oder Argentinien vermarktet. Ein Wachstumssegment ist die Erzeugung von Biosaatgut. Dazu Thomas Freudenberger: „Gerade der wachsende Biomarkt bietet Chancen für unsere heimischen Vermehrer. Wir sind sehr an einer stärkeren Zusammenarbeit interessiert.“ 

 

Alte und neue Namen
Feldsaaten Freudenberger erzeugt und vertreibt seit 1948 Saatgut für Gräser, Klee, Raps sowie für weitere Futterpflanzen und Zwischenfrüchte.
Von den jährlich gehandelten 60 000 Tonnen gehen jeweils 50 Prozent in die Landwirtschaft und in den Hobby-Bereich (Rasen). Zu den bekanntesten Produkten zählen MG 500 (Grünland-Mantelsaatgut), Aubade (Weidelgras), Achilles (Gelbsenf), Mehr-Gras, Akela (Futterraps) oder Brigadier (Futterrübe).


Mischtrommeln


Die gesamte Anlage auf einen Blick



 
Aktualisiert: 27.08.2007